04.05.2019
SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz - VfB Hohenleipisch 1912 1:3 (1:1)
  VfB kann doch noch gewinnen  
Mit einer bärenstarken Mannschaftsleistung gewinnt der VfB beim alten Rivalen
Ströbitz am Ende verdient und holt nach acht sieglosen Spielen endlich wieder einen Dreier.

Dabei galt es in der Anfangsphase Sicherheit zu gewinnen, nachdem man im letzten Spiel gegen Wildau schon nach zehn Minuten mit zwei Treffern zurück lag. Und die Mannschaft von Trainer Henrik Pohlenz beherzigte seine Worte bei der Kabinenansprache. „Zunächst Sicherheit vor Risiko und mehr Ruhe am Ball“ hatte er eingefordert und „… spielt selbstbewusst“. Geführt von Oldie Dirk Schiffner, der mit seinen positiven Art und seinem vorbildlichen Einsatz während der gesamten Partie den Jüngeren half, endlich mal ihr Potential abzurufen, fanden die Hohenleipischer gut in die Partie. Schon in den ersten 20 Minuten war man kombinationssicherer als der Gastgeber, der während der gesamten 90 Minuten viel mit langen Bällen auf seine schnellen Stürmer arbeitete. Deshalb war der Führungstreffer zum 0:1 Mitte der ersten Halbzeit durchaus verdient und dazu auch sehr schön herausgespielt. Über mehrere Stationen fand Kapitän David Otto mit dem finalen Pass den am langen Pfosten blank stehenden Valentin Vetter, der keine Mühe hatte einzuschieben. Und kurz danach hatte Vetter die nächste Gelegenheit. Halblinks frei durchgebrochen strich sein Schuss am langen Pfosten nur knapp vorbei. Auf der anderen Seite entwickelte Ströbitz wenig Torgefahr und zum Ausgleich musste deshalb ein strittiger Elfmeter herhalten, wobei außer dem Schiedsrichter keiner so richtig wusste, was eigentlich das Vergehen von Tommy Lischka war. Auf jeden Fall lag kein Spieler am Boden, es gab keinen Aufschrei der Ströbitzer. Egal, Voigt ließ sich die Chance nicht entgehen und traf zum Ausgleich.

In Hälfte zwei machte dann der Gastgeber von Anfang an mehr Druck, hatte auch durch die Einwechslungen jetzt etwas mehr Zug zum Tor, was allerdings fehlte war die Genauigkeit bei den letzten Pässen. Und doch war in dieser Phase zweimal Christian Drangosch gefordert, das Unentschieden zu sichern. Zunächst hielt er einen Kopfball aus Nahdistanz stark und dann war er Sieger im 1:1 gegen den frei aufs Tor laufenden Voigt. Zehn Minuten vor dem Ende der Partie machte es der VfB besser. Steven Erken, der über die gesamte Distanz endlich einmal selbstbewusst auftrat und eine ganz starke Leistung bot, dribbelte zwei Ströbitzer auf Linksaußen aus und seine flache Eingabe hämmerte Vettermit einem trockenen Volleyschuss ins Netz von Wacker Torwart Thoms. Nun galt es den Vorsprung über die Zeit zu bringen und wie das die Hohenleipischer taten war anerkennenswert. Einer kämpfte für den anderen und man konnte den Gastgeber vom eigenen Tor fernhalten. Den Schlusspunkt zum 1:3 setzte dann Erik Pospischil. Gegen nun weit aufgerückte Ströbitzer lief er halbrechts frei auf Thoms zu, dieser kam aus dem Tor und Pospischil überlupfte ihn mit einem gekonnten Heber. Am Ende waren die VfB Spieler natürlich happy über den Auswärtssieg und feierten den Sieg nach langer Durststrecke ausgelassen, hatten sie doch gezeigt, dass man wenn alle ihre Leistung abrufen doch noch gewinnen kann.

Wacker: Thoms, Sharef (46. Diakiv), Geisler (GK), Netzker (GK), Holz, Kowal (GK), Heither, Weber (71. Lehmann), Valentin, Walter, Voigt.

VfB: Drangosch, Schiffner, Wenzel, Gärtner, Erken, St. Lischka (GK, 75. Pospischil), Kriegereit (GK), Th. Lischka, Otto, T. Richter, Vetter.

Tore: 0:1 Vetter (24.), 1:1 Voigt (34., FE), 1:2 Vetter (79.), 1:3 Pospischil (90+2.)
Schiedsrichter: Daniel Habertag (Gahry)
Zuschauer: 16
Bericht: Lutz Jakob